Landkreis Göttingen – Erweiterungen ohne Ende

„Die Unternehmen investieren zurzeit kräftig in Stadt und Landkreis Göttingen“, berichtet Detlev Barth, der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Region Göttingen. Industriebetriebe erweitern ihre Produktionskapazitäten, Hotels nehmen Geld in die Hand. Logistikflächen entstehen.

Ein Hotel mit 118 Zimmern auf fünf Etagen ist in Göttingen am Groner Tor entstanden. Die Holdinggesellschaft „Freigeist & Friends“, die von Georg Rosentreter und Carl Graf von Hardenberg geführt wird, hat das Freigeist Göttingen kürzlich eröffnet. 20 Mio. Euro wurden investiert. Zur Holding gehören unter anderem auch Hotels in Duderstadt, Einbeck, Nörten-Hardenberg und Duderstadt.

Nebenan am Groner Tor baut die Sparkasse Göttingen derzeit für 50 Mio. Euro ihre künftige Hauptverwaltung. 350 Mitarbeiter werden im Spätherbst von der Weender Straße dorthin ziehen, wo ihnen 7000 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung stehen.

Zahl der Mitarbeiter soll steigen

An der Industriestraße in Grone errichtet die Dino GmbH für zwei Mio. Euro einen Neubau mit 1500 Quadratmetern Nutzfläche. Das von Dino M. Wolter geführte Unternehmen bietet Kunden in Europa Werbeartikel wie Kugelschreiber und USB-Sticks, Feuerzeuge und Kaffeetassen an. Künftig will sich Wolter stärker im Bereich der Werbetechnik sowie der Arbeitsschutzbekleidung engagieren. Die Zahl der Mitarbeiter soll von 15 auf 20 Beschäftigte steigen.

Die Zufall logistics group will im August ihr neues Logistikzentrum auf dem Großen Siekanger eröffnen. Errichtet wird die Halle von der Düsseldorfer VGP Industriebau GmbH auf einem 81.000 Quadratmeter großen Grundstück. 40.148 Quadratmeter Fläche etwa für Lager und Logistik bietet der Projektentwickler für Gewerbeimmobilien und Verwaltungsgebäude. Er gehört zur belgischen VGP-Gruppe, die seit 1998 von ihrem Gründer Jan Van Geet geführt wird. VGP betreibt solche Industrieparks auch in Estland, Lettland, Rumänien, der Slowakei, Spanien, Tschechien und Ungarn. In Deutschland wächst sie nach eigenen Angaben stark.

Landkreis Göttingen – Interesse auch an Rosdorfer Gewerbegebiet

Ganz in der Nähe, aber bereits auf Rosdorfer Gebiet, ist ein bundesweit tätiger Logistiker an der verbliebenen Fläche von 160.000 Quadratmetern des Gewerbegebiets Siekanger interessiert. Das Gebiet war 1994 ausgewiesen worden. Der Rat der Gemeinde ermöglichte dort im April die Errichtung von bis zu 20 Meter hohen Hallen.

In Duderstadt will sich die Firma ax-lightness mit einer mehrere Millionen Euro teuren Entwicklungs- und Produktionsstätte für Hightech-Carbon-Systeme ansiedeln. In dem 4000 Quadratmeter großen Werk sollen zunächst 40 bis 45 Mitarbeiter tätig sein. Ausgelegt ist es für 100 Beschäftigte. Das 12.500 Quadratmeter große Gelände bietet Platz für Erweiterungen.

Göttingen

Drei neue Schweißroboter-Anlagen

Eine neue Logistikhalle errichtet der Hann. Mündener Automobilzulieferer Weser Metall Umformtechnik (WMU) bis August an der Götttinger Landstraße 2/6. 2,74 Mio. Euro investiert die Tochter des koreanischen Sungwoo-Hitech-Konzerns. Für weitere 2,15 Mio. Euro werden drei neue Schweißroboter-Anlagen installiert.

„Wir erweitern unsere Kapazitäten, weil einer unserer Kunden, Volkswagen, für den stark nachgefragten Tiguan vermehrt Bauteile von uns bezieht“, erläutert WMU-Geschäftsführer Jörg Wittling. Derzeit müssten die in diesem Bereich tätigen Mitarbeiter jeweils sechs Tage lang im Drei-Schicht-Betrieb arbeiten und hätten dann zwei Tage lang frei.

Rohde will Fertigungshalle errichten

In Nörten-Hardenberg kämpft die Bürgerinitiative „Keine Industrie im Wohngebiet“ gegen Pläne des örtlichen Industrietechnik-Unternehmens Rohde. Die Firma will östlich ihres bisherigen Standorts am Rodebach eine 90 Meter lange, 48 Meter breite und 14 Meter hohe Fertigungshalle errichten. Die Verwaltung des Fleckens hat dazu einen Entwurf des Bebauungsplans vorgelegt, über der nun in den politischen Gremien beraten wird.

Anwohner fürchten eine Zunahme des Verkehrs, Lärm, schlechtere Luft und eine starke Veränderung des Landschaftsbildes. Nach Einschätzung der Verwaltung würde der im Süden der Halle geplante Grünstreifen von 50 Meter Breite ausreichend Schutz bieten.

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